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Der mit den Wölfli pflanzt

Aktualisiert: März 3



Still und meist unbemerkt ist ein Mann in und um Ebikon tätig, um Kindern die Natur näherzubringen und auch Erwachsene zu motivieren, hier und da ein Stückchen Unordnung im Hausgarten auszuhalten, damit sich mehr Vögel, Schmetterlinge, Bienen und allerlei anderes Getier sich dort niederlassen können.

Am 25. Oktober hielt er, Martin Buchs, Naturschutzbeauftragter der Gemeinde Ebikon, in der Gemeindebibliothek einen spannenden Vortrag mit vielen praktischen Tipps, wie wir unsere Gärten vogelfreundlicher machen können. Die Erde im Rontal sollte beispielsweise mit etwas Kalk verbessert werden, dann blüht auf einmal etwas, mit dem man schon nicht mehr gerechnet hat. Sand lockert und magert den Boden ab, was viele Wildpflanzen gerne haben. Sie wollen keinen Dünger, aber natürlich auch keine Giftstoffe wie Schneckenkörner oder Pestizide. Einfach nicht alles immer so sehr aufräumen, «Dreckecken» lassen, nicht alles abschneiden oder abmähen. Wildstauden anpflanzen, z. B. von Patrizia Willi in Eschenbach https://www.wildstauden.ch oder Wildsträucher, z. B. von https://www.emme-forstbaumschulen.ch. Sich begeistern lassen von bereits vorhandenen naturnahen Gärten im Rontal, z. B. bei Mo Henzmann. Sich informieren bei Martin Buchs, Tel. 079 882 57 15 oder auch beim Ökoforum Luzern https://umweltberatung-luzern.ch


An mehreren Samstagen hintereinander setzten sich Kinder mit viel Einsatz und Freude unter Anleitung von Martin Buchs für die Natur ein. So auch am Samstag, 2. November, auf der ehemaligen Schafweide neben der Rotsee-Badi. In die zugewachsene Wiese mussten freie Stellen geschaffen werden, um Wildkräuter einzupflanzen. Mit vereinten Kräften rissen die Sechs- bis Siebenjährigen Wölfli an grossen Grasbüscheln, setzen dann Handhacken ein und schaufelten Löcher für Wegwarten, Färberkamille und andere einheimische Kräuter. Eine andere Gruppe errichtete riesige Asthaufen. Wieder andere, unterstützt von einigen Erwachsenen, versuchten mit viel Kraft den glitschigen Hang von meterlangen Brombeerwurzeln zu befreien, um Platz zu schaffen für Neues: Wildrosen und Schlehen wurden gepflanzt und schaffen vielen Tieren neuen Unterschlupf und Futter. Weitere Sträucher und auch Hochstammbäume sind geplant.

Alle Beteiligten freuen sich schon auf das kommende Jahr und die ersten Zeichen von Wachsen und Blühen der neuen Pflanzen. Es wird weitere Einsätze dieser Art geben. Arbeitskräfte und Unterstützer werden immer gebraucht. Melden Sie sich einfach bei Martin Buchs!



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