• heidikoch

Mehr Wildnis in Ebikon, bitte!



Es reicht! Genug ist genug, es wird für ihn kein weiteres Jahr im Garten geben, sein Ende naht, ich hole schon mal den Spaten…


Nein, da wird kein Krimi geschrieben, sondern ein Kirschlorbeer ausgegraben. Er zählt zu den verbotenen exotischen Problempflanzen (Neophyten). Vögel fressen seine Beeren und fördern damit seine Ausbreitung, ohne dass wir darüber Kontrolle haben. Er bildet so viele und dichte Blätter, dass darunter rein gar nichts mehr wächst und dadurch die natürliche Verjüngung des Waldes behindert wird. Das wollen wir unseren Wäldern doch nicht antun, oder? Wir brauchen sie so dringend, gerade angesichts des Klimawandels.


Es findet sich auf dem Kirschlorbeer auch sonst kaum irgendein Leben, kein Insekt, kein Vogel.


Wenn wir aber an seine Stelle einen einheimischen Strauch setzen, pflanzen wir zugleich Tiere… Wildsträucher stecken voller Leben: Von A wie Ameise bis Z wie Zaunkönig. Bieten wir den Kleinen wieder eine Lebensgrundlage, finden sich auch wieder die grösseren und auffälligeren Tiere ein.

Ein Spitzenreiter ist die Salweide. Von ihr ernähren sich beispielsweise 3 Vogelarten und über 300 verschiedene Insekten. Insekten sind wiederum Nahrungsgrundlage für viele Vögel, Fledermäuse, Spitzmäuse und räuberische Insekten. Es wummelt und brummelt, piept und raschelt. Es ist einfach eine Freude, diese kleine Wildnis zu schaffen!


Was es seit Jahren schon in Luzern und einigen Gemeinden gibt, wurde nun endlich auch in Ebikon wieder eingeführt: die kostenlose Abgabe von Wildsträuchern an seine Einwohner!


Weitere Infos zur Wildsträucheraktion finden sich hier:


https://www.ebikon.ch/topics/planung-bau/ortsentwicklung/umwelt-energie/umweltschutz/einheimische-wildstraeucher


https://www.ebikon.ch/form/wildstraeucher


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