• heidikoch

Ne Cola, bitte

Kampfer-Eberraute. Der Name klingt erst mal nicht wirklich verlockend. Schon gar nicht, wenn er was damit zu tun hat, das man trinken soll. Kampfer? Kein toller Geruch! Und gar Eber?? Pfui, das ist doch wirklich zu aufdringlich. Es ist aber so, dass der deutsche Name wohl gar nichts mit den Begriffen zu tun hat. Also auf lateinisch? Bitteschön: Artemisia abrotanum var. Maritima. Wächst ganz einfach und pflegeleicht in unserem Garten, ist ein schon seit langer Zeit bekanntes Heilkraut und soll beruhigend und krampflösend bei Verdauungsstörungen sein wegen seiner ätherischen Öle und Bitterstoffe.

Nun, genug auf die Folter gespannt – hier die Lösung: Heutzutage nennt man es einfach Cola-Kraut oder Cola-Strauch! Warum wohl? Wenn man Triebspitzen und junge Blätter erntet und ein paar Zweige in Hahnenwasser legt, wird daraus ein Getränk, das einen richtig kräftigen Cola-Geschmack hat. Es hat nur Vorzüge: gesund, einfach herstellbar, zucker- und kalorienfrei, fast gratis und ganz frisch.


Wer aber unbedingt ein «richtiges» Cola will, hier ein Rezept dazu: 3-5 Zweige Colakraut mit 200 ml kochendem Wasser übergiessen, je nach Geschmack bis zu 3 Esslöffel Honig darin auflösen, dies alles etwas 1 Stunde abkühlen lassen. Colakraut herausziehen, dann noch 100 ml frischgepressten Orangensaft und 1 Flasche Mineralwasser dazu: fertig ist die selbstgebraute Cola. Prost!

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